Schauspielschule Nepumuck: fördert Kinder in ihrer Persönlichkeit seit 2006
Inhaberin: Katja Henkel
Sparte: erste Schauspielschule für Kinder in Düsseldorf, inzwischen breites Angebot an Kursen, auch für Firmen und Erwachsene; 5 Lehrkräfte, bei Bedarf auch mehr (für Ferienkurse, Firmenincentives etc.)
Konzept: Persönlichkeitsentwicklung steht im Vordergrund – keine Kaderschmiede
Adresse: Kaiserswerther Straße 35
Website: nepumuck.com

Katja Henkel gründet vor 18 Jahren Nepumuck, die Schauspielschule in Düsseldorf ©Andreas Endermann
Katja Henkel gründete die Schauspielschule „NEPUMUCK“ 2006 für ihre Tochter – weil es an entsprechenden Angeboten in Düsseldorf fehlte. Es ging ihr von Anfang an darum, Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, deren Stärken zu erkennen und zu entwickeln.
Katja Henkel (*1968) stammt aus einer Unternehmerfamilie und verbindet Kreativität mit unternehmerischem Talent, Netzwerkfähigkeiten und einer gesunden Portion Pragmatismus. „Mir ist es am wichtigsten, dass die Kinder sich bei uns wohl und sicher fühlen. Es gibt kein Falsch in der Schauspielerei, und wir holen die Kinder dort ab, wo sie stehen.“
Herausforderung:
Corona und die Veränderungen in der Gesellschaft, die diese Zeit mit sich gebracht hat. „Wir hatten danach große Schwierigkeiten mit Verbindlichkeit. Schüler:innen meldeten sich nicht mehr ab, wenn sie an einem Tag ausfielen. Zudem wird die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder immer kürzer, was sich natürlich darauf auswirkt, wie wir miteinander arbeiten können.“
Lösung: „Der erste Lockdown traf uns kurz vor unseren Aufführungen, denn wir erarbeiten unsere Stücke immer zwischen den Herbstferien und den Osterferien. Wir stellten daraufhin auf Zoom um, verwandelten die Bühnenstücke in Hörspiele und nahmen die dann zusammen auf. So gingen die Projekte nicht völlig verloren und wir konnten den Kindern eine Alternative bieten.“ Was die geringe Aufmerksamkeitsspanne und die mangelnde Verbindlichkeit angeht, setzt Katja Henkel auf Kommunikation und gemeinsames Üben.
Anfänge:
Katja Henkels Tochter war ein zurückhaltendes Kann-Kind, und so lag es auf der Hand, sie zum späteren Termin einzuschulen. Das so „gewonnene“ Jahr wollte Katja Henkel gut nutzen – nicht, um schon mal lesen, rechnen und schreiben zu üben, sondern, um ihre Tochter zu stärken.
Katja Henkel hatte während ihres BWL-Studiums in LA Gelegenheit gehabt, nicht nur Schauspielkurse zu besuchen, sondern auch selbst welche zu geben. „Die Kinder haben die Übungen aufgesogen wie ein Schwamm, und ich habe dort das erste Mal erfahren, wie wirkungsvoll Schauspielunterricht für junge Menschen sein kann.“ Sie suchte nach entsprechenden Angeboten in Düsseldorf, wurde aber nicht fündig. Also sprach sie René Heinersdorff an, ob er nicht Lust hätte, mit ihr eine Schauspielschule für Kinder aufzuziehen. Hatte der Theater-an-der Kö-Intendant nicht im Geringsten – er sagte zwar grundsätzlich seine Unterstützung zu, wollte aber nicht involviert werden, denn er befürchtete, sich dann mit ehrgeizigen „Eislaufmüttern“ herumschlagen zu müssen.
Wie es weiterging
Das war auch überhaupt nicht der Plan von Katja Henkel. „Ich hatte von Anfang an nicht vor, Theater- und Filmnachwuchs zu liefern, sondern wollte Kinder durch den Unterricht in ihrer Entwicklung weiterbringen.“ Katja Henkel schaffte es, den Düsseldorfer Eltern ihr Konzept verständlich zu machen. Ihr erster Standort an der Lütticher Straße, gleich gegenüber dem Comenius-Gymnasium, wurde bald zu klein, es folgte eine Zeit an der Kronprinzenstraße in einer Halle mit Industrie-Charme. Seit 2014 hat sich Katja Henkel an der Kaiserswerther Straße einen ehemaligen Mode-Showroom umgebaut und passend gemacht – mit kleiner Bühne und Zuschauer- bzw. Übungsraum, aber auch praktischen Nebenräumen wie Teeküche, Requisitenraum und Büro. Dazu noch verkehrsgünstig gelegen.
„Eine Zeitlang durften wir unsere Stücke bei Heinersdorff präsentieren, das war natürlich superprofessionell mit toller Beleuchtung und Tontechnik, aber ich bin in diesen Phasen auch jedes Mal um zehn Jahre gealtert.“ Im Theater an der Kö finden etwa 400 Zuschauer Platz, deshalb wurden die Aufführungen für alle Kurse zusammengefasst, der Slot verbindlich gebucht. „Das ist allein eine logistische Herausforderung, aber den meisten Stress hat gemacht, dass die Aufführung dann auch wirklich an diesem Tag X stattfinden musste. Wir haben aber keine Doppelbesetzungen, und die Kinder spielen bei uns auch nicht den dritten Baum von links, sondern haben alle eine echte Rolle. Wäre jemand ausgefallen, wäre das Stück dieses Kurses geplatzt. Ist aber in all den Jahren zum Glück nie vorgekommen.“
Angekommen
Seit dem Umzug auf die Kaiserswerther Straße finden die Aufführungen in den eigenen Räumlichkeiten statt: „Das hat den Vorteil, dass Aufführungen im Notfall unkompliziert verschoben werden können, wenn wir merken, die Kinder brauchen noch etwas Zeit.“
Katja Henkels Schauspielschule folgt einem bewährten Zeitplan: Bis zu den Osterferien hat jeder Kurs ein Theaterstück erarbeitet. Danach geht es wieder mit den Basics weiter – mit Improvisationen, szenischem Spiel und Schauspielübungen. Das macht nicht nur richtig Spaß, weil man sich hier nach Herzenslust ausprobieren kann, sondern hat auch den Vorteil, dass jedes Kind in der Gruppe gesehen und individuell gefördert wird.
Vor den Sommerferien sind die einzelnen Kurse dann wieder zu einem Team zusammengewachsen und man überlegt gemeinsam, welches Stück im Herbst in Angriff genommen werden soll. Während der Probenphase kann es durchaus vorkommen, dass Schüler:innen vor dem großen Auftritt im Frühling die Flinte ins Korn werfen möchten, weil Textlernen nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört. Wenn dann aber der Tag der Aufführung gekommen ist und die Schauspielschüler:innen nach ihrem Auftritt den begeisterten Applaus entgegennehmen, haben sie eine ganz wichtige Botschaft fürs Leben gelernt: Durchhalten lohnt sich!
Ausgezeichnet
2015 wurde Katja Henkel mit dem Unternehmerinnenpreis des Netzwerks Frauenbande ausgezeichnet, zwei Jahre später staubte sie den Förderpreis des Heinrich-Heine-Kreises ab: „Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass es so etwas Besonderes ist, was ich da auf die Beine gestellt habe, aber meine Freundinnen ließen nicht locker und wollten unbedingt, dass ich mich für den Unternehmerinnenpreis bewerbe. Als ich dann das Konzept geschrieben habe – ein bisschen wie damals, als ich die Schule gegründet hatte: Was will ich wirtschaftlich erreichen, was sollen die Kinder davon haben, und was die Eltern? – , da wurde mir plötzlich bewusst, welcher Weg hinter mir liegt und was ich alles geschafft habe.“

März / April 2025
Der Frühling steht vor der Tür! Unsere Ausgabe bringt frische Ideen für Outdoor-Aktivitäten, Osterbastelspaß und Tipps, wie Sie mit der Familie das Erwachen der Natur genießen können. Plus: Frühjahrsputz leicht gemacht und nachhaltige Familienprojekte.

Schwangerschaft, Geburt und Baby
In Zusammenarbeit mit dem Känguru-Magazin aus Köln und dem Himbeer-Magazin aus Berlin erscheint das Heft für werdende Mütter.
Auch in diesem Jahr erscheint die beliebte Sonderausgabe für Schwangere und junge Mütter. Frisch und modern behandeln wir all die Themen die junge Frauen und angehende Mütter interessieren.

Familienpost
Die Abonnenten des wöchentlich versendeten Newsletters für Düsseldorf sind in besonderem Maße an Veranstaltungen, Ausflugszielen und Familienthemen interessiert. In dem sie ihre Werbung in einem unserer Newsletter integrieren, erreichen sie gezielt diese Leser.

